Fotogramme


Fotogramme · Bilder 1920 und 2020

Ich habe mich in Tagen des digitalen Zeitalters zurückbesonnen auf meine spannenden Lehrjahre bei Roger Melis in der Dunkelkammer. Große Bögen Fotopapier gekauft, Entwickler, Fixierer und mich im Labor über die Erstellung von Graukeilen wieder dem alten Genre Fotogramm genähert. Einige Utensilien für diese Art der Stillleben-Fotografie, wie sie Moholy-Nagy in 20iger Jahren des letzten Jahrhunderts erstellt hat oder Man Ray, um nur zwei Vertreter zu nennen, habe ich gesammelt und diese auch noch bei Trödelmarktbesuchen ergänzt und dann wie auf der Mattscheibe einer Großbildkamera so lange auf dem Papier arrangiert, bis ein Bild entsteht das dem letzten Jahrhundert entsprungen scheint oder eine fast abstrakte grafische-reflektierende Fläche. Aber hier habe ich auch zusätzlich den Unterschied gemacht. Die Dinge, die die Fotografen vor 100 Jahren in Zeiten des Bauhauses arrangiert haben müssen bzw. sollen nicht die gleichen sein, die ich jetzt 100 Jahre später in den Zwanziger Jahren des 21 Jahrhundert zum Zuge kommen lasse. Was beschäftigt die Menschen heute Anfang der 20iger Jahre. Ein „goldenes Zeitalter“ ist es gerade nicht. Eine weltweite Pandemie, Kriegsherde wohin man schaut eine voranschreitende Umweltverschmutzung der Meere. Ich habe experimentiert und mich auf eine Reise eingelassen neue transparente Stoffe, Masken, Plasteverbindungen, neue LED-Lichtstrahlen und das Weltgeschehen „metaphorisch“ betrachtet auf das Papier einwirken lassen. Ich glaube, dass es heute in einer schnelllebigen Zeit wichtiger denn je ist, die „alte Sprache“, der Fotografie am Leben zu erhalten.
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